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15.01.10
Update: Nothilfe in Haiti
In Haiti herrschen chaotische Zustände. Die Jesuitenmission und ihre Partner vor Ort - der Jesuitenflüchtlingsdienst und das lateinamerikanische Schul- und Sozialwerk Fe y Alegría - haben erste Maßnahmen der Nothilfe mobilisiert. Bereits einige Stunden nach dem Erdbeben am 12. Januar haben die verschiedenen jesuitischen Zentren in der Dominikanischen Republik ein Hilfsnetz aufgebaut, um den Opfern im benachbarten Haiti beistehen zu können.
Jesuitenmission
Spendenkonto 16 16 16
Liga Bank, BLZ 750 903 00
Stichwort: 33400 Erdbebenhilfe Haiti
Kawas François, der Obere der Jesuiten in Haiti, schreibt verzweifelt: „Einmal mehr wurde Haiti von einem furchtbaren Schicksalsschlag getroffen. Die ganze Welt steht unter Schock. Kommunikationswege wie Telefon und Post sind nach wie vor unterbrochen. Es türmen sich viele Hindernisse und ernsthafte Schwierigkeiten auf, aber wir helfen unseren Nachbarn so gut wie möglich. Viele von ihnen haben die Nacht bei uns auf dem Gelände verbracht. Das, was wir bisher in der Stadt an Zerstörung und Toten gesehen haben, ist unbeschreiblich. Ich habe Wände und Häuser vor mir einstürzen sehen. Wir hören, dass die internationale Gemeinschaft eine groß angelegte Hilfsaktion mobilisiert hat. Aber bis jetzt liegen die Leichen noch auf der Straße und unter den Trümmern. Internationale Rettungsmannschaften sind noch nicht zu uns vorgedrungen und die lokalen Behörden sind heillos überfordert.“
Ramiro Pàmplos, ein spanischer Jesuit und stellvertretender Direktor von Fe y Alegría in Haiti, hat uns gestern diese Eindrücke geschickt: „Die Stadt ist zerstört, die Leute irren auf den Straßen herum, es gibt viele Tote. Wir wissen nicht, wo unsere Leute sind. Wir können niemanden erreichen, wir sind von der Kommunikation abgeschnitten. Wir haben Angst, auf die Straße zu gehen und wir haben wegen der Einsturzgefahr Angst, Häuser zu betreten. Wir haben Glück gehabt, unser Haus war solide gebaut und ist nicht eingestürzt, hat aber trotzdem viele Schäden davongetragen.“
Der Jesuitenflüchtlingsdienst in der Dominikanischen Republik hat zwei Hilfskomitees gebildet: Eines für die sofortige Nothilfe, um Lebensmittel und Medikamente zu organisieren und nach Haiti zu transportieren. Ein zweites Hilfskomitee bereitet sich mit staatlichen Stellen in der Dominikanischen Republik darauf vor, auf die zu erwartende Flüchtlingsströme aus Haiti zu reagieren. Schon jetzt betreut der Jesuitenflüchtlingsdienst viele haitianische Flüchtlinge in der Grenzregion. Ein Team des Jesuitenflüchtlingsdienstes der Dominikanischen Republik ist auf dem Landweg nach Haiti gefahren, um die Lage einzuschätzen und effiziente Hilfsprogramme aufbauen zu können.
Der Jesuitenflüchtlingsdienst in Lateinamerika und der Karibik hat alle jesuitischen Werke der ganzen Region aufgerufen, Solidaritätsaktionen für Haiti zu starten. Das Regionalbüro des Jesuitenflüchtlingsdienstes in Venezuela ist dabei, diese Hilfsangebote zu koordinieren und einen Plan zu erarbeiten, wie der Jesuitenflüchtlingsdienst von der ersten Nothilfe bis hin zu langfristigen Entwicklungsprojekten die Erdbebenopfer in Haiti unterstützen kann.
Helfen Sie bitte mit Ihrer Spende den Opfern des Erdbebens in Haiti:
Spendenkonto
Jesuitenmission
Spendenkonto 16 16 16
Liga Bank, BLZ 750 903 00
Stichwort: 33400 Erdbebenhilfe Haiti








