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11.02.10

Haiti: Notschulen in Notlagern

Mario Serrano SJ koordiniert die Nothilfe.

Viele Menschen leben in Zeltunterkünften.

Pater Mario Serrano SJ, Leiter des Jesuitenflüchtlingsdienstes der Dominikanischen Republik und Direktor des dortigen Sozialzentrum Centro Bonó, koordiniert die Nothilfe der Jesuiten für Haiti. Mittlerweile ist nach der Soforthilfe an die mittel- und langfristige Hilfe zu denken, wie Pater Serrano uns erklärt:

 

„Wir müssen uns darauf einstellen, dass viele in den nächsten Monaten in Zeltunterkünften leben werden. Es werden noch sehr viele Lebensmittel verteilt werden müssen, um das Überleben zu sichern. Langsam werden unter der Leitung der UNO die Lager organisiert. Von den 309 großen Notlagern, die die UNO ausfindig gemacht hat, sind bislang nur 16 organisiert. Als Jesuiten werden wir an einigen wichtigen Projekten am Aufbau mitwirken. Der Jesuitenflüchtlingsdienst wird bei der Organisation der Notlager mithelfen, wir werden uns besonders um fünf Lager kümmern: Zwei Lager in Cité Okay (ein armes Viertel von Port-au-Prince), Leoganne (etwa 30 km südlich von Port-au-Prince), Font Parisienne (nahe an der dominikanischen Grenze) und Toguart (in der Nähe unseres Noviziates). Wir organisieren die Hilfe zusammen mit unserem Schulwerk Fe y Alegría. Notschulen sollen in den Lagern entstehen. Da ist einmal der normale Unterricht für die Kinder, für die wir viele Hilfsmaterialien, von Stiften bis zu Heften und Tafeln, benötigen werden; zum anderen werden wir technische Kurse organisieren, in denen es vor allem um den Wiederaufbau geht, d.h. Kurse für Maurer, Klempner, Elektriker, usw. Eine ganz wichtige Aufgabe ist es, bei der Organisation und Artikulation der haitianischen Gruppen zu helfen. Außerdem machen wir in der Öffentlichkeit auf Probleme aufmerksam. Unsere Aufgabe ist es bei den Leuten zu sein, damit sie sich immer mehr selbst helfen können.“

 

Wenn Sie den Menschen in Haiti helfen möchten, finden Sie hier unseren Spendenaufruf: -> Erdbebenhilfe Haiti