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Schulaktion für Haiti

Eine Geldkassette voller Münzen und ein dicker Briefumschlag mit Scheinen: genau 1006,51 Euro haben die Grund- und Hauptschüler der Hermann-Hedenus-Schule in Erlangen mit ihrer Kuchenverkaufsaktion eingenommen. Religionslehrerin Dorothea Weier hatte die Aktion, die über mehrere Wochen lief, professionell organisiert. Jeden Tag brachten Eltern, Lehrkräfte und Schüler/innen ihre Kuchenspenden mit, die in der großen Pause verkauft wurden. „Es war eine sehr schöne Erfahrung, dass so viele Kollegen und Kolleginnen, so viele Eltern und vor allem so viele Schüler/innen sehr zuverlässig mitgearbeitet haben. Die Kollegen und Kolleginnen nahmen morgens freundlich den Kuchen entgegen, wenn ich noch nicht da war. Besonders freut es mich, dass alle Konfessionen sich beteiligt und das Projekt unterstützt haben, auch interreligiös, denn einige moslemischen Schüler haben auch Kuchen gespendet“, erklärte Frau Weier.

Groß ist der Ansturm in der Grundschule auf den Kuchen. Sowohl Jungs wie Mädchen beteiligen sich fleißig am Verkauf.
Zwei Verkäuferinnen in der Hauptschule. Auf Pinnwänden haben die Schüler/innen Informationen über Haiti zusammengestellt.

Gemeinsam mit Milena und Marie aus der 4a sowie Sandra und Melanie aus der 10m brachte Frau Weier am Freitag vor den Osterferien den Erlös der Aktion in die Jesuitenmission. „Es ist toll, was ihr da gemeinsam auf die Beine gestellt habt“, freute sich Pater Klaus Väthröder über den Besuch. „Sagt bitte allen Kuchenspendern und allen, die beim Verkauf mitgeholfen haben, ein ganz großes Dankeschön von uns!“

Frau Weier mit Sandra, Milena, Melanie und Marie überreichen Pater Klaus Väthröder in der Jesuitenmission das eingenommene Geld.

Was passiert jetzt mit dem Geld?

Mit dem Erlös aus der Kuchenaktion werden zwei Projekte der Jesuiten in Haiti unterstützt:

  1. Die Notschulen in sieben Lagern in Port-au-Prince. Die durch das Erdbeben obdachlos gewordenen Familien leben in Zeltunterkünften. Da in der Hauptstadt Port-au-Prince viele Schulen zerstört wurden und auch viele Lehrer/innen und Schüler/innen umgekommen sind, sind jetzt in den Lagern Notschulen eingerichtet worden. Es ist wichtig, dass die Kinder in den Lagern wieder in einen geregelten Tagesablauf finden, in die Schule gehen können und ihnen dabei geholfen wird, das Erlebte zu verarbeiten. Um diese Notschulen gut auszustatten, müssen noch Bänke, Tische, Tafeln und Schulmaterialien angeschafft werden.

  2. Die Hilfe für Waisenkinder in Pilate. Pilate ist eine Kleinstadt im Norden von Haiti. Nach dem Erdbeben kümmert sich die Pfarrei St. Rosa um 279 Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder zu Verwandten nach Pilate geflohen sind. Um die Kinder gut zu versorgen, braucht es viele Säcke mit Reis, Bohnen, Mais und Nudeln. Außerdem erhält jedes Kind ein Paar Schuhe und eine selbst genähte Schuluniform, um in Pilate in die Schule zu gehen. Ein Sack Bohnen kostet 40 Euro, ein Sack Reis 55 Euro und ein Paar Schuhe 5 Euro.

Genauere Informationen über die Situation in Haiti und die Arbeit der Jesuiten finden sich in dem Reisebericht von Pater Klaus Väthröder, der hier als pdf heruntergeladen werden kann.

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