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Afrikas Jugend muss leben!

Was tun die Jesuiten im Kampf gegen Aids?

Fast zwei Drittel aller Menschen, die weltweit mit dem HI-Virus infiziert sind, leben in Afrika. Die Krankheit ist dort zur Pandemie geworden. Die afrikanischen Jesuiten haben ihre Initiativen gegen die tödliche Krankheit verstärkt und in einem Netzwerk (African Jesuit Aids Network – AJAN) zusammengefasst. Die Jesuitenmission ist eng mit dem AJAN-Netzwerk und vielen Aidsprojekten in Afrika verbunden und unterstützt regelmäßig folgende Projekte im Kampf gegen HIV/Aids.

Jugendliche engagieren sich im Kampf gegen HIV/Aids.

1. Erziehung der Jugend zur Verhaltensänderung

Seit vielen Jahren leistet P. Ted Rogers SJ auch mit Hilfe der Jesuitenmission in Simbabwe Pionierarbeit mit den Jugendklubs zur Aids-Verhütung. In Togo hilft die Jesuitenmission beim Bau des Loyola Hope Centre, wo P. Mombe SJ sich für HIV-positive Jugendliche und noch mehr für die Aidsverhütung einsetzt. Weitere Projekte gibt es in Kisangani in der Demokratischen Republik Kongo und in der Elfenbeinküste, wo der Jesuitenflüchtlingsdienst die Verbreitung von Aids unter Flüchtlingen durch Aufklärung verhindern will.

Eine Mutter im Elternjahre-Projekt mit ihrem Kind.

2. Ermöglichung von Elternjahren

Im Musami Missionskrankenhaus in Simbabwe hat die Jesuitenmission zusammen mit P. Karl Steffens SJ und dem Missionsärztlichen Institut in Würzburg ein Pilotprojekt angeregt, um für Eltern mit HIV durch psychologische und medizinische Betreuung und bessere Ernährung zusätzliche Lebensjahre – Elternjahre – zu gewinnen. So können sie sich länger um ihre Kinder kümmern, damit diese nicht schon in frühen Jahren zu Waisen werden.

3. Hilfe für Aidswaisen

Allein in Simbabwe gibt es rund 900 000 Aidswaisen bei einer Bevölkerung von 12 Millionen. Die meisten von ihnen werden in den Familien von Verwandten oder von den Großeltern aufgenommen und versorgt. Doch vielfach sind diese Familien schon überlastet durch die Sorge für Kinder anderer Verwandter, die an Aids gestorben sind. In einem Fall hatte eine Großmutter für 32 Kinder ihrer eigenen Söhne und Töchter zu sorgen, die Opfer von Aids geworden waren. Die afrikanische Großfamilie und die Nachbarn sind sehr großzügig und hilfsbereit mit dem, was sie haben, mit Essen und Unterkunft. Aber sie haben kein Geld für die Schulausbildung der Aidswaisen. Hilfe für Aidswaisen leistet die Jesuitenmission in Simbabwe über die Projekte von Schwestern auf der St. Teresa Mission, im Tariro Kindergarten in Chinhoyi und Shungudzevana in Harare. Br. Kizito SJ arbeitet in Mashambanzou und sorgt sich um Hunderte von Aidswaisen, die oft allein oder als eine Familie von Kindern in Harare leben. In Kenia unterstützt die Jesuitenmission einen Kindergarten in Nairobi im Slum Kibera.

Lucy mit zwei Aidswaisen aus dem Kindergarten im Slum Kibera.
Auch das Tariro-Center in Simbabwe kümmert sich um Aidwaisen.

Lesen Sie hier ein ausführliches Interview mit P. Michael Czerny SJ, dem Leiter von AJAN (African Jesuit Aids Network): zum Interview

Mehr über die Arbeit von AJAN erfahren Sie auch auf der englischsprachigen Homepage des Netzwerkes: www.jesuitaids.net

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So hilft Ihre Spende:

25 € kostet ein 6-tägiger Kurs zur Aidsaufklärung

250 € beträgt das jährliche Schulgeld für eine Aidswaise

350 € finanzieren die Hilfsmaßnahmen für ein Elternjahr