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Leprakranke in China
Seit 65 Jahren ist Pater Luis Ruiz SJ Missionar in China. 1953 wurde er von den Kommunisten vom Festland vertrieben und arbeitet seitdem in Macao. Ursprünglich half er den Flüchtlingen vom chinesischen Festland. Als er 1986 von der total vernachlässigten Lepra-Station auf der Insel Da Jin in der Provinz Gaundong hörte, begann sein Engagement für die Leprakranken. Gemeinsam mit dem Sozialzentrum der Jesuiten in Macao hat er die Leprahilfe in China aufgebaut, die heute rund 10000 Leprakranken zuguten kommt. Trotz seines hohen Alters - Pater Ruiz ist 93 Jahre alt - besucht er immer noch regelmäßig die unzugänglichen Dörfer in den chinesischen Berge, um für die Leprakranken da zu sein. Chronische Unterernährung, Fehlen notwendiger Kleidung - an Medikamente ist gar nicht zu denken - und schreckliche Behausungen gehören zu ihrem Alltag.
Mit vielen kleinen Dingen kann geholfen werden. "Mit 5 Euro pro Person und Monat können wir die Ernährung von einem Leprakranken sicherstellen", sagt Pater Ruiz. Auch eine elementare medizinische Versorgung, die Errichtung menschenwürdiger Zentren für die Kranken und vieles mehr gehört zu den Initiativen.

- P. Lus Ruiz SJ besucht trotz seiner 93 Jahre, wenn immer es ihm möglich ist, die Leprakranken in den chinesischen Bergdörfern.

- In abgelegenen Bergdörfern werden die Leprakranken verbannt. Dank der Hilfe von außen können hier menschenwürdige Wohnungen entstehen.

- Mittlerweile haben in vielen Dörfern junge chinesische Ordensschwestern einen unschätzbaren Dienst begonnen. P. Ruiz: "Es ist ein großer Segen, dass wir diese liebenden und heroischen Schwestern in die Lepradörfer schicken können, wie sie jeden Tag, Sommer und Winter, 24 Stunden bei den Kranken sind. Die Dörfer sind fern jeder Zivilisation."

- Ein Nachfolger für P. Luis Ruiz. Der unermüdliche Einsatz von P. Luis Ruiz und die Unterstützung durch Wohltäter aus der ganzen Welt haben dazu geführt, dass auch die Regierung seinen Einsatz schätzt. Seit einigen Monaten arbeitet nun P. Fernando Azpiroz Sj im Casa Ricci Sozialservice. Der gebürtige Argentinier hat in Taiwan Theologie studiert.
Lesen Sie hier ein Interview mit P. Luis Ruiz SJ über seine Arbeit mit den Leprakranken: zum Interview
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