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Die den Regen fangen

Das Tribal Watershed Programm

Das verlorene Land

Es ist eine ökologische Katastrophe: Da wo jetzt nur noch Steppe ist, standen früher einmal dichte Wälder. Diese wurden abgeholzt als Bauholz oder Feuerholz. Aus den Wurzeln wurde Holzkohle gemacht. Und das Schlimmste: Es wurde nicht mehr aufgeforstet. Die Ziegen und Schafe, von denen die Menschen jetzt zu überleben versuchen, schaden dem Boden weiter: Mit ihren Hufen wird der Boden gelockert und das bis auf die Wurzeln abgeweidete Gras kann die Erde nicht halten. Wenn die seltenen, aber heftigen Regenschauer  kommen, versickert das Wasser nicht mehr im Erdreich, sondern fließt sofort ab und nimmt die gelockerte Erde mit: Die Versteppung geht weiter.

Wüsten wieder fruchtbar machen

Wenn das ganze Dorf mitmacht, kann aus der Steppe in harter Arbeit wieder fruchtbares Land werden. Im Watershed-Programm ziehen die Einwohner Furchen in die Berghänge bis weit ins Tal hinein. Diese werden wieder mit lockerer Erde gefüllt. Hier werden neue Bäume gepflanzt. Wenn dann der Regen kommt, zeigt sich das Wunder: Das Wasser wird in den Furchen aufgefangen, versickert und wird im Boden gehalten. Die Wurzeln der Bäume halten die Erde fest. Der Grundwasserspiegel steigt. Trinkwasserbrunnen haben wieder Wasser; bisher dürre Felder können bewässert werden und bringen reiche Frucht.

Die „Tribals“

Tribals, das sind die Ureinwohner Indiens. Sie gehören heute zu den Ärmsten und sind in die unwirtlichen, verdorrten Hügel abgedrängt worden. Dieses Land kann sie kaum ernähren.  Die meisten sind ohne Schulbildung. Auch ihre Kinder können meist nicht zur Schule gehen, da die Familien auf der Suche nach Tagelöhner-Arbeiten in der Umgebung herumwandern.

Watershed heißt für sie nicht nur, dass das eigene Land wieder fruchtbar wird. Parallel zu den Erd-arbeiten werden im Dorf auch Alphabetisierungs-, Gesundheits- und Schulprogramme durchgeführt. So werden die Dörfer wirtschaftlich unabhängiger und übernehmen selber  die Verantwortung für ihre Entwicklung.

Das Tribal Watershed Porgramm

Das Integrated Tribal Watershed and Development Programme (ITWDP) ist eine Initiative der Jesuiten in den Dürregebieten im Westen Indiens.  Pater Robert D’Costa SJ führt mit seinen 20 Mitarbeitern die Arbeit des Schweizer Jesuiten Hermann Bacher weiter, der die Watershed-Methode zur Wiederbegrünung von verstepptem Land entwickelt hat. ZumTeam gehören Experten wie Landwirtschaftsingenieure oder Soziologen.

Neben dem ökologischen zählt auch der soziale Aspekt. Das ITWDP wendet sich an die Tribals, die in der indischen Gesellschaft zu den Ärmsten der Armen gehören. Watershed-Programme werden letztlich von den Menschen in den Dörfern selber durchgeführt mit Hilfe des Fachwissens von ITWDP. Der erste Schritt ist das Vertrauen der Tribals zu erlangen und sie zu motivieren, selber für ihre Zukunft Hand anzulegen.

Thakarwadi, Konchi und mehr

Die Dörfer Thakarwadi und Konchi im Ahmednagar Distrikt haben sich bereits dafür entschieden, weitere Dörfer sind interessiert. Nur wenn die Menschen das Anliegen als ihr eigenes annehmen, wird es eine echte Hilfe zur Selbsthilfe, die nachhaltig das Land wieder grün macht. Dieses ökologische Projekt lebt zuallererst von der Arbeit der Menschen im Dorf und vom Fachwissen des ITWDP. Aber es sind auch Investitionen nötig, von denen die Dorfbewohner  nicht mehr als 20 Prozent selber aufbringen.

P.  D‘Costa SJ und das ITWDP suchen deshalb Hilfe in Europa. So sammelt die Jesuitenmission in Nürnberg Spenden, um Thakarwadi und anderen Dörfern ein neues Leben zu ermöglichen.

 

Das ganze Dorf beschließt die Teilnahme am Watershed-Programm.
Das Ziel der mühsamen Arbeit: Wasser und Leben.

Jesuitenmission

Köngistraße 64
90402 Nürnberg

Tel. (0911) 2346-160
Fax (0911) 2346-161

prokur ( a t ) jesuitenmission.de

 

Spendenkonto

Kontonr. 5 115 582
Liga Bank Nürnberg
BLZ 750 903 00

Stichwort: "5130 Watershed"

IBAN: DE 61750903000005115582
SWIFT: GENODEF1M05