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Stimmen und Gesichter der "Weltweiten Klänge"
Hier können Sie ein paar Eindrücke aus dem Leben der jungen Musikerinnen und Musiker bekommen, die an unserem Workshop in Nürnberg teilgenommen haben:
Kushmita Biswarkama,
18 Jahre, aus Indien:
„Ich war fünf Jahre alt, als ich in die Gandhi-Ashram-Schule kam. Meine Eltern mussten als Lastenträger und Landarbeiter für andere Leute arbeiten, um ihr Essen zu verdienen. Ich verdanke es der Gandhi-Ashram-Schule, dass ich lesen, schreiben und Geige spielen kann. Jetzt lebe ich schon fast fünf Jahre bei meiner Gastfamilie in Deutschland. Diesen Sommer habe ich die Aufnahmeprüfung für die Musikhochschule in Nürnberg bestanden.“
Victoria Elizabeth Oviedo,
18 Jahre, aus Paraguay:
„Musik hat mich schon immer fasziniert, vor allem die Paraguay-Harfe. Aber meine Eltern hätten mir Musikstunden nie bezahlen können. Deshalb bin ich Luis Szarán unendlich dankbar, dass er eine Harfen-Gruppe in meinem Heimatort San Ignacio gegründet hat. Ich habe mich sofort gemeldet und über die Musik hat sich mir eine Welt geöffnet, die vorher nur in meinen Träumen existierte.“
Rogers Lucas,
22 Jahre, aus Tansania:
„Ich bin in Kigoma in Tansania geboren und bin der Älteste von 6 Geschwistern. Im Jahr 2000 starb mein Vater. Da unsere Mutter zu arm war, sind wir bei einem Onkel aufgewachsen, der sich um uns kümmerte. Schon als ich ganz klein war, hatte ich Freude am Malen und an der Musik. Seit 1999 singe ich und spiele ich Gitarre. Musik ist mein Leben.“
Juan Gerardo Ayala,
16 Jahre, aus Paraguay:
„Ich komme aus Carapeguá. Da meine Eltern den ganzen Tag gearbeitet haben, habe ich mich viel auf der Straße herumgetrieben und bin nicht gern zur Schule gegangen. Eines Tages hat mich ein Freund zum Musikunterricht mitgenommen und ich durfte auf der Querflöte spielen. Das hat mir vom ersten Augenblick an so gut gefallen, dass ich immer weiter geübt habe und jetzt sogar selber unterrichten darf.“
Maria Sancha Pereira,
19 Jahre, aus Indien:
„Mit vier Jahren habe ich angefangen, Geige zu spielen. Heute spiele ich in Goa in verschiedenen Orchestern und singe in einem Ensemble, das vor allem Gottesdienste gestaltet. Oft spiele ich auch zusammen mit meinem Vater und meiner Schwester. Wenn ich weltbekannte Künstler höre, sage ich mir, dass ich so lange üben muss, bis ich eines Tages so spielen kann wie sie.“












